Von der Morsetelegrafie zum Computernetzwerk


Schueler des Borchert Gymnasium

Am Wolfgang Borchert Gynasium in Halstenbek boten Funkamateure aus den OV s Pinneberg und Norderstedt ein Projekt "Von der Morsetelegrafie zum Computer- netzwerk" an. Die Zahl der Teilnehmer aus den Klassen 7-9 war überraschend gross, einige mußten sogar auf andere Projekte ausweichen.
Am ersten Tag erklärten wir die Funktechnik im Alltag. Dabei ging es um Funkdienste wie Radio, TV, Funktelefon und Amateurfunk. Wir stellten die unterschiedlichen Wellenbereiche wie Langwelle, Ultrakurzwelle oder GHZ Bereich dar und erklärten Ausbreitungsbedingungen und Antennengrößen. Zum Schluß des Tages wurde eine Packet Radio Station aus einem umgebauten Millitärfunkgerät aufgebaut und über das 10m Band DF 0 HMB mit dem Netz verbunden. Nach einer kurzen Einführung setzten wir in die Rubrik Schule deutschlandweit ein Mail ab.
Am 2. Tag haben wir mit dem Lötkolben einen Morseübungssummer in Form einer Morsetaste gebaut. Dabei gab es einige gesprengte Transistoren und heiße Batterien, aber am Ende liefen von den 15 Bausätzen zehn einwandfrei. Erste Morsekenntnisse wurden mit dem CW Übungsprogramm CWT gleich geprüft und verbessert. In der letzten Stunde machten wir wieder Packet und freuten uns über die ersten Antworten auf unseren Ruf.
Am Mittwoch wurde von Sandra und Jan sowie Peer eine Fuchsjagd auf dem Schulgelände angeboten. Es mußten 3 Füchse gefunden werden auf dem Schulhof. Mehrere Gruppen wurden gebildet und auf die Reise geschickt. Nebenbei wurden die restlichen Morsepiepser fertiggestellt.
Donnerstag und Freitag hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, selbst an der Funkstation Kontakt mit anderen Funkamateuren aufzunehmen. Dazu waren eine KW Station und eine 2m/70 cm Station aufgebaut. Vor der Praxis stand aber erst noch die Theorie. Dieter DL 1 LAD erklärte den Schülern die grundliegenden Begriffe der Betriebstechnik. Danach konnten alle Teilnehmer mit Dieters Ausbildungsrufzeichen DN 1 LAD funken. Nach zögerlichen Start trauten sich einige Schüler selber zum Mikrofon zu greifen. Dabei kamen Kontakte von England bis zur Ukraine zustande.
Die Verbindungen wurden mit einem Lobbuchprogramm erfaßt und gleichzeitig mit Zetteln auf der Europakarte markiert, so das Besucher die Möglichkeiten und Faszination von Amateurfunk schnell erkennen konnten.
Durch die Hilfe von Hartmut, Angela, Jan, Sandra, Peer sowie Dieter wurde der Stress, wie er bei meiner ersten Projektwoche auftrat, wesentlich verringert. Auch das Interesse der Schüler war in diesem Jahr besser. Besonders gut ist die Fuchsjagd angekommen. Auch die Bastelaktion fand grosses Interesse, trotz anfänglicher Skepsis.

Lothar Brunner, DL4HCL